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Traduire l’Europe
(Europa übersetzen)

Traduire l'Europe

Wie bereits im Vorjahr bieten auch in diesem Jahr die Mediatheken auf Initiative der Stadt und des Stadtverbands Straßburg eine ganze Reihe von Publikumsveranstaltungen zum Thema der kulturellen Vielfalt in Europa an (Ausstellungen, Konferenzen, Konzerte, Sprachworkshops, Filmvorführungen, mehrsprachige Lesungen).
Darüber hinaus werden mit Unterstützung des Literaturverbands Association capitale européenne des littératures (ACEL) und der Universität Straßburg die 5.
Europäischen Literaturtage veranstaltet, in deren zweitägigem Rahmen die diesjährigen Preisträger des Prix de la Littérature francophone Jean Arp [Jean-Arp-Preis für französischsprachige Literatur], des Europäischen Literaturpreises und des Übersetzerstipendiums geehrt werden.

STRAßBURG, STADT DER KULTUR

Die Stadt und die Stadtgemeinschaft Straßburg sind Schauplatz eines intensiven Kunst- und Kulturlebens und verfügen über ein herausragendes Kulturerbe; sie sind bestrebt, Kultur einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen und optimale Voraussetzungen für die lebendige Entfaltung von Kunst und Kultur zu schaffen. In Vermittlung der Leitung für Kultur begleitet die Stadt Straßburg Jahr für Jahr fast 200 Vereine in den Bereichen der Bildenden Künste, Theater, klassische und zeitgenössische Musik, neue Musiktrends, wissenschaftliche und technische Kultur, Lektüre, Tanz, Zirkuskünste sowie Rundfunk und Fernsehen.


Die Straßburger Museen, über 500.000 Besucher jährlich

Von zeitgenössischer Kunst über Archäologie und Illustration bis hin zur klassischen Malerei bieten die Straßburger Museen ein eklektisches Programm, das jährlich über 500.000 Besucher anzieht. Sie vereinen zehn Einrichtungen unter einer übergreifenden Leitung: das Elsässische Museum, das in einem herrlichen Rahmen über 5.000 repräsentative Exponate der regionalen Kultur ausstellt; das Historische Museum, Zeuge der Geschichte der Stadt über Epochen und Jahrhunderte; das Museum der Liebfrauenstiftung, in dem unter anderem Meisterwerke der mittelalterlichen Bildhauerkunst aus dem Münster ausgestellt sind; das Cabinet des Estampes et des Dessins (Stiche- und Zeichnungs-Kabinett); das Internationale Zentrum für Illustration (Centre International de l’Illustration) Tomi Ungerer mit einem über 8.000 Werke zählenden Fundus; das Museum der Bildenden Künste (Sammlung von Kunstwerken von 1681 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts), das Archäologische Museum, das Zoologische Museum und das Museum der Schönen Künste (Musée des Beaux-Arts), das ein breites Panorama der Geschichte der Malerei in Europa bietet, von ihren Beginnen bis 1870; und abschließend, das Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst mit Kollektionen (von 1870 bis heute), die sich im Laufe der Zeit um Privatsammlungen, aber auch um Sammlungen aus dem Musée d’Orsay, dem Centre Georges Pompidou und dem frz.  Fonds National d’Art Contemporain bereichert haben.

Eine aktive Rundfunk- und Fernsehpolitik

Als einzige Stadtgemeinschaft Frankreichs hat Straßburg eine wirklich aktive Rundfunk- und Fernsehpolitik entwickelt und bietet sowohl dem Rundfunkgewerbe als auch dem breiten Publikum ehrgeizige Mittel zu diesem Zweck: einen Fonds zur Unterstützung der Produktion für Produzenten; ein Empfangsbüro für Dreharbeiten, das alle im Gebiet der Stadtgemeinschaft gedrehten Projekte begleitet; Zuwendungen für Vereine, die sich für die Verbreitung qualitativ hochwertiger Bilder einsetzen und die lokale Geschäftsstelle des EU-Programms MEDIA zur Begleitung von Produzenten bei der europaweiten Ausstrahlung ihrer Werke.

Bücher und Lektüre: ein Netzwerk von Mediatheken

Im Rahmen einer Politik zur Förderung von Büchern und Lektüre verfügen die Stadt und die Stadtgemeinschaft Straßburg über ein Netzwerk von 10 städtischen Mediatheken. Parallel dazu startet das Mediatheken-Netzwerk der Stadtgemeinschaft ein innovatives Vorgehen auf Ebene der CUS in bezug auf öffentliche Lesungen (Médiathèque Sud in Illkirch, die große Bibliothek auf der Halbinsel Presqu’île André Malraux, Médiathèque Ouest in Lingolsheim und in Kürze die Médiathèque Nord in Schiltigheim).
Die National- und Universitätsbibliothek (BNU) Straßburg besitzt den zweitgrößten Bestand in Frankreich mit einem Fundus von 3.000.000 Büchern. Sie ist ein national und EU-weit anerkannter Exzellenz-Pool. Doch die BNU ist nicht nur ein Hort der Studenten und Forscher, sondern sie besitzt auch sehr wertvolle Kulturerbe-Sammlungen (Manuskripte, Papyrus-Rollen, Keilschrifttafeln, Münzensammlungen, Ikonografie usw.).

Ein lebendiges Schauspiel: europäisch ausgerichtete Produktionen

operaIm Schauspielbereich bietet das Théâtre National de Strasbourg rund fünfzehn Stücke pro Saison. Das Programm bevorzugt zeitgenössische Aufführungen, auch wenn diese häufig auf klassischen Texten beruhen. Die theatralischen, musikalischen und choreografischen Schöpfungen der hiesigen Ensembles wird ebenfalls vom Kollektiv TAPS Straßburger Bühnen unterstützt, das pro Saison über 115 Aufführungen organisiert.
Am Knotenpunkt von Theater, Tanz, Musik, neuer Zirkuskunst und visuellen Künsten zeigt sich das Kulturzentrum le-Maillon bestrebt, eine Bühne für neue Kunstformen und Sprachen zu schaffen. Dieses Alleinstellungsmerkmal hat ihm mit über 60 Aufführungen pro Saison internationalen Ruf eingebracht. Abschließend bildet das Kollektiv Friche Laiterie (ein Zusammenschluss aus rund vierzig Ensembles) ein Experimentierlabor, das dem Publikum die attraktivsten Angebote zur Probe bietet.
 
Auch im Bereich Tanz bietet Straßburg ein Mosaik aus Einrichtungen, in denen Tanz und Choreographie gelehrt, geschaffen und verbreitet wird.
Das Choreografische Zentrum Centre Chorégraphique der Stadt Straßburg im Palais des Fêtes bietet Unterricht in klassischem Tanz, zeitgenössischem Tanz und Jazztanz; die Lehrmethode stellt besonders auf die Entfaltung von Kreativität und künstlerischem Sinn ab. Pôle Sud, eine öffentlich bezuschusste Tanz-Bühne, bietet Jazz-Konzerte, Tanzaufführungen, öffentliche Proben, Konferenzen und Künstlerresidenzen.

Im musikalischen Bereich genießt das (im Jahre 1855 gegründete, 110-köpfige) Straßburger Philharmonie-Orchester internationales Ansehen. Dies liegt insbesondere in zahlreichen Auslandstourneen begründet. An seiner Spitze standen berühmte Dirigenten wie Hans Pfitzner, Otto Klemperer, Georges Szell, Jan Latham-Koenig und Marc Albrecht.
Die Nationaloper Opéra national du Rhin ist ein bedeutender Akteur im lyrischen Theater Frankreichs aber auch im internationalen Geschehen; ihren herausragenden Charakter verdankt sie dem spezifischen Beitrag der drei hieran beteiligten Städte: Straßburg, Mulhouse und Colmar. Ihre Kulturpolitik spiegelt sich in einem Programm mit über 140 Aufführungen jährlich wieder.
Die Laiterie Artefact ist die prädestinierte Bühne für aktuelle Musiktrends. Der Saal bietet ein kompaktes Programm mit über 200 Künstlerkonzerten; dazu bietet die kürzlich fertig gestellte Konzerthalle Zénith Europe des Architekten Massimiliano Fuksas Straßburg und der Region eine Aufnahmekapazität für 10.000 Zuschauer in einem besonderen Rahmen.

Das spritzige Kulturleben in Straßburg kommt in zahlreichen Veranstaltungen zur Entfaltung. Jahr für Jahr lockt das Netzwerk Strasbourg Festivals rund 65.000 Besucher zu insgesamt sieben Festivals: das Festival Musica, ein Meilenstein für zeitgenössische Musik in Europa; Jazzdor, eine offene Tür zum aktuellen Jazz-Geschehen; die Nuits Électroniques de l’Ososphère, die Jahr für Jahr das Viertel um die Laiterie in einen Kulturraum für digitale Künste verwandeln; das Festival des Artefacts, Referenzveranstaltung für aktuelle Musiktrends; das Festival Giboulées de la Marionnette sorgt für Kontakt zwischen Marionette und einem Jahr für Jahr zahlreicheren Publikum; das Festival Nouvelles Strasbourg Danse ist auf die choreografische Aktualität in Frankreich und im Ausland ausgerichtet; abschließend gibt es noch das Festival Premières, das sich ganz den europäischen Nachwuchsregisseuren widmet.
Als transversale Einrichtung im Ausbildungswesen will das Konservatorium die aktive Praxis von Musik, Choreografie und Theater im Verbund mit Schöpfung und Verbreitung dieser Künste fördern.

Bildende Künste: Begleitung von Kunstschaffenden

Die Stadt Straßburg verfolgt eine Politik der aktiven Begleitung von Kunstschaffenden im Bereich der Bildenden Künste. Dieses Vorgehen äußert sich durch die Unterstützung Straßburger Vereine und Künstler (öffentliche Aufträge für künstlerische Veranstaltungen, Bereitstellung von Ateliers, Angebot von Künstlerresidenzen). St-Art, die europäische Messe für Zeitgenössische Kunst, präsentiert Jahr für Jahr die wichtigsten Strömungen der zeitgenössischen Kunst in all ihrer Vielfalt (Malerei, Bildhauerei, Zeichnungen, Foto, Video, Installationen, Performances usw.). Das Europäische Zentrum für Zeitgenössische Künstlerische Aktionen (Centre Européen d’Actions Artistiques Contemporaines) ist ein Verein, der an der Verbreitung zeitgenössischer Kunst beim breiten Publikum mitwirkt, Skulpturen von Künstlern in der Stadt installiert, manchmal am Rande und manchmal im Herzen der touristischen Rundwege. Die Straßburger Hochschule für Bildende Künste (Ecole Supérieure des Arts Décoratifs) bietet zahlreiche Bildungswege im Bereich der Schöpfung zeitgenössischer Kunst an. Die vier Studienzweige - Kunst, Objekt, Design, Kommunikation – entfalten eine aufgeschlossene Pädagogik, die disziplinübergreifende Erfahrung und externe Partnerschaften fördern.