Straßburg, woher stammt der Name?
Strasbourg, Strossburi auf Elsässisch, Straßburg auf Deutsch, ist mehr als 2000 Jahre alt. Die im Jahre 12 v. Chr. von den Römern gegründete Stadt war zunächst ein Militärlager, das die septentrionale (nördliche) Grenze des römischen Reichs vor Einfällen der "Barbaren" schützen sollte. Das Denkmal "Aquädukt des Janus", 1988 vom Illustrator Tomi Ungerer als Verbeugung vor seiner Geburtsstadt entworfen, symbolisiert diese 2000 Jahre alte Geschichte, und unterstreicht dabei auch die tiefe bi-kulturelle Dimension, die in Straßburg gleichzeitig lateinisch und germanisch ist.
Straßburg steht völlig im Zeichen der Farbe
des Silbers, die gleichzeitig auch die Farbe
des Wassers ist: die Römer nannten die Stadt
Argentorate, was zweifellos vom gallischen "Befestigung am Fluss" abgeleitet wurde.
Die Stadt wurde fünf Kilometer vom Rhein
entfernt entlang des linken Ufers erbaut
und wird in ihrer Mitte von der Ill und in
den Randbereichen von den zahlreichen
Zuflüssen, Wasserläufen oder Kanälen (der
Bruche, der Aar, der Ehn, dem "Rhin Tortu",
der Ziegelwasser, dem Marne-Rhein-Kanal
und dem Rhein-Rhône-Kanal) durchquert.
Die Namen einiger der heutigen Stadtviertel
(Elsau, Krutenau, Meinau, Robertsau etc.)
sind Zeugen einer Zeit, in der es hier noch
zahlreiche Flutungsgebiete gab (Auen),
welche die Stadt umgaben. Die Stadt
befindet sich ebenfall auf einer der größten
Trinkwasser-Reserven Europas, während
das Grundwasser fast bis zur Erdoberfläche
reicht.
Wer von einer vom Wasser geprägten Stadt
spricht, muss auch die Inseln erwähnen,
von denen sich auf der bekanntesten das
historische Stadtzentrum befindet: dieses
architektonische Gesamtwerk wurde 1988
als Welterbe der UNESCO eingestuft.
Nachdem die Stadt im 5. Jahrhundert zerstört
wurde, entsteht sie aus ihren Trümmern
neu unter dem Namen Strateburg, wovon
Strasbourg eine germanische Variante ist, die
„befestigte Stadt“ (die Burg) auf der „Straße“
bedeutet.
Am Zusammenfluss der Nord-Süd-
Wasserwege und einer Ost-West-Straße
stellt Straßburg die Schnittstelle zwischen
zwei Teilen Europas dar – dem nördlichen
Europa und dem vom Mittelmeer geprägten
Südeuropa. Die Stadt schmiegt sich übrigens
in die weite rheinische Tiefebene, die von
Basel bis Köln reicht, was nicht nur die
geographische Lage, sondern auch Kultur und
Geschichte der Stadt erklärt.












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