Roland Ries, Senat or und Bürgermeister von Straßburg
Biographische Eckdaten

Geboren am 11. Januar
1945 in Niederlauterbach,
einem kleinen Ort im
nördlichen Elsass.
Er verbringt seine
gesamte Schulzeit in
Straßburg. Mit seinem
Diplom der Universität
Straßburg besteht er 1968 die Lehramtsbefähigung in modernen Sprachwissenschaften und arbeitet
mehrere Jahre lang als Lehrer.
1974 tritt er der Sozialistischen Partei bei.
1983, wird er zum Stadtrat in Straßburg gewählt.
Zwischen 1989 und 1997 bekleidet er das Amt
des Ersten Beigeordneten Bürgermeisters und des
Vize-Präsidenten der Stadtgemeinschaft mit dem
Fachressort Transport.
In dieser Funktion leitet er den
Bau der ersten beiden Tramlinien in Straßburg und
ist Vorsitzender der Straßburger Verkehrsbetriebe
(Compagnie des Transports Strasbourgeois - CTS).
Aufgrund seiner Kompetenzen im Bereich des
städtischen Verkehrs wird er zum Präsidenten der
Fahrradstädte ernannt (1993-1994), später zum
Vize-Präsidenten des GA RT, des Verbands der für den
Transport zuständigen Behörden (1996-2001).
Zwischen 1997 und 2000 werden ihm das
Bürgermeisteramt von Straßburg und die
Präsidentschaft der Stadtgemeinschaft übertragen,
nachdem die Amtsinhaberin Catherine Trautmann zur
Kulturministerin des Regierung Jospin ernannt wurde.
1998, beseelt vom Willen, zur Aussöhnung des
Elsass mit seiner Geschichte beizutragen, führt er
eine Delegation an, die nach Oradour-sur-Glane fährt,
einem Dorf im Limousin, das 1944 vollständig von
einer SS-Truppe zerstört wird, zu der auch Elsässer
gehörten. Während des gleichen Mandats erneuert er
die Beziehungen zu der russischen Stadt Tambov, wo
zahlreiche elsässische „Malgré Nous“ den Tod fanden.
Im Jahr 2000 und auf Bitte des Premierministers
Jospin schreibt er einen Bericht über die Stärkung der
europäischen Ausrichtung Straßburgs.
Zwischen 2001 und 2008 sitzt er in der Opposition
des Stadtrats der Stadt.
Zwischen 2001 und 2003 schlägt er in seiner
Eigenschaft als Präsident der Kommission für
städtischen Nahverkehr im Generalkommissariat für
den Plan in einem Bericht an Premierminister Raffarin
eine Reihe neuer Ausrichtungen für de Organisation
und die Finanzierung des städtischen Nahverkehrs vor.
2003 wird er von der Stadt Clermont-Ferrand und
Paris als Experte bei der Einführung der dortigen Tram
in Anspruch genommen.
2004 wird er für 9 Jahre zum Senator gewählt.
Mehrere seiner Gesetzesvorschläge, die sich auf
den Öffentlichen Nahverkehr, das Car-Sharing, die
Zukunft des Konzerns EADS oder auch die Einrichtung
eines Europäischen Fonds für die Anpassung an
die Globalisierung beziehen, werden vom Senat
angenommen.
Am 16. März 2008 wird er mit fast 60 % der
abgegebenen Stimmen zum Bürgermeister von
Straßburg gewählt. Gemeinsam mit seinen 19
beigeordneten Bürgermeistern unterzeichnet er
feierlich einen Schwörbrief, wie es in Straßburg
zwischen dem Mittelalter und der Französischen
Revolution üblich war, einen echten Vertrag mit
der Bevölkerung, der die während des Wahlkampfs
gemachten Zusagen bestätigt.
Einen Monat später verzichtet er, im Einklang mit
seinem Wahlversprechen, auf die Präsidentschaft der
Stadtgemeinschaft Straßburg und überlässt diese
Position dem Bürgermeister der Umlandgemeinde
Illkirch-Graffenstaden. Er übernimmt als Vize-Präsident
der Stadtgemeinschaft Straßburg die Fachressorts
„Transport“ und „Europäische Angelegenheiten“.
Im Oktober 2008 wird er zum Vize-Präsidenten
der gerade ins Leben gerufenen Kommission für
Europäische Angelegenheiten des Senats gewählt.
Dort verteidigt er energisch die europäische
Dimension seiner Stadt und die Entwicklung des
Eurodistrikts Straßburg-Ortenau, ein binationales
Gebietskonzept mit speziellem Status, für den er die
Rolle des französischen Sprechers übernommen hat.
Roland Ries,
Senat or und Bürgermeister
von Straßburg
presemappe 06.












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