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„Nature(s), Nature“

Nature(s),nature

Ab dem 17. März geht es im Stadtverband Straßburg und im Ortenaukreis im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Nature(s), Nature“ einen Monat lang um die Themen Artenvielfalt und nachhaltige Entwicklung.

Redynamisierung der Lebensräume in den Rheinauen auf der Insel Rohrschollen

 

Kontext

Bauerngrundwasser Unter den vielfältigen Ökosystemen der großen europäischen Flussebenen ist der Weichholzauenwald das artenreichste und komplexeste von allen. Dieser lange Waldflur säumt die Ufer der in den Alpen entspringenden Flüsse. Seine Böden werden regelmäßig überschwemmt. Die vielfältigen Gehölzarten (Bäume, Sträucher, zahlreiche Lianen) verleihen ihm ein urwald-ähnliches Aussehen. Diese Wälder werden heutzutage infolge der umfangreichen Begradigungsarbeiten der letzten Jahrzehnte immer weniger. Folglich ist der größte Teil der Auenwälder der vier großen europäischen Flüsse aus den Alpen (Rhein, Rhône, Donau, Po) verschwunden. Die Insel Rohrschollen am Oberrhein, etwa zehn Kilometer Luftlinie von Straßburg entfernt, ist stellvertretend für die Wälder der Rheinauen, ein national und international seltenes Ökosystem, das sich durch die prioritären Lebensraumtypen 91E0 Auenwälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior und 91F0 Hartholzauenwälder mit Quercus robur, Ulmus laevis, Ulmus minor auszeichnet. Die Insel Rohrschollen beherbergt ferner mehrere Arten und Lebensräume, die in den Anhängen I und II der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und in Anhang I der Vogelschutzrichtlinie eingetragen sind. Diese prioritären Lebensräume sind jedoch dabei zu verschwinden.Bäume und Lianen Dies liegt hauptsächlich an der Seltenheit dynamischer Überschwemmungen des Rheines (die letzte fand 1999 statt), und deren statischer Charakter (langsames Ansteigen des Wasserstands von flussabwärts) ist nicht ausreichend, um sich positiv auf das Hydrosystem und die damit zusammenhängenden Lebensräume auszuwirken. In der Tat wird die Insel gegenwärtig nur im Rahmen der Rückhaltung der Hochwasser des Rheins, die von den französischen und deutschen Verwaltungsbehörden kontrolliert werden, überschwemmt. Dies führt zu einem allmählichen Verschwinden der ersten Stadien der Pflanzenfolge und vereinfacht das räumlich-zeitliche Mosaik durch die Ausdehnung der Hartholzwälder und die Verlangsamung ihrer Erneuerungsdynamik.

Ziele des Projekts

Ziel des Projekts ist die Wiederherstellung auf der Insel Rohrschollen von dynamischen Überschwemmungen im Rhythmus der Wasserführung des Rheins.
Pyramiden-OrchisDie Hauptmaßnahme betrifft die Schaffung eines Einlaufbauwerks im südlichen Teil der Insel zur Versorgung des Gewässernetzes des Bauerngrundwassers direkt vom Rhein aus. Dieses Bauwerk gewährleistet einen Einlauf mit einem Durchsatz von 5 bis 80 m3/Sek., je nach den natürlichen Wasserstandsbedingungen des Rheins. Die Verbindung zwischen dem Gewässernetz der Insel und dem Rhein wird mit zusätzlichen Arbeiten an den beiden sekundären Armen des Hauptwasserlaufs hergestellt, um wieder eine effektive Kommunikation mit dem Fluss zu erhalten.
Das Projekt wird in hohem Maße zur Wiederherstellung und zur Erhaltung der bemerkenswerten Weichholzauenwälder entlang der vier, in den Alpen entspringenden Hauptflüsse beitragen. Es basiert auf dem Vorhandensein von Lebensräumen mit Weiden- und Erlenwäldern auf Rohrschollen, die eine wesentliche Bedeutung für die Wiederherstellung der alluvialen Dynamik des Waldes haben, aber immer seltener werden.
Durch die Wiederherstellung dieser prioritären Lebensräume hat das SilberreiherProjekt auch den Schutz mehrerer Arten, die in den Anhängen I und II der FHH- und Vogelschutzrichtlinie eingetragen sind, zum Ziel. Dazu gehören der Wanderfalke (Falco pergrinus), der Silberreiher (Egretta alba), der Kammmolch (Triturus cristatus) und der im alluvialen Abschnitt Rhein-Ried-Bruch des Departements Bas-Rhin seltene Steinbeißer (Cobitis taenia).

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Letzte Änderung 23. September 2010

Kontakt : Ville de Strasbourg, Service des espaces verts et de nature – 1 Parc de l’Etoile 67076 Strasbourg Cedex – Tél. 03 88 60 90 90 – courrier@strasbourg.eu