Ein reichhaltiges universitäres Angebot

Die Universität Straßburg (UdS) wurde in ihrer Geschichte von einer doppelten Kultur geprägt, einer französischen und einer deutschen. Im Februar 2009 wurde die UdS zu einer Großuniversität, die ein großes Konglomerat der drei bisherigen Universitäten darstellt: die Universität "Louis Pasteur", die sich mit Wissenschaften, der Medizin und den Technologien beschäftigt - und stolz auf einen Chemie-Nobelpreisträger 1987 und den Träger einer Fields-Medaille in Mathematik im Jahr 2006 ist -, die Universität der Human- Wissenschaften "Marc Bloch" und die Universität für Jura, Politikwissenschaften und Wirtschaft " Robert Schuman". Die 42.000 Studenten (davon 21% ausländische Studenten) und die 6.000 Professoren und Mitarbeiter machen aus dieser Universität die größte pluridisziplinäre Universität Frankreichs.


Mit ihren 2.500 Forschern hat die UdS das erklärte Ziel, zu einem der wichtigsten universitären Zentren Europas zu werden. Dazu gehört auch die Arbeit in zahlreichen Partnerschaften wie mit EUCOR (Zusammenschluss der Universitäten am Oberrhein), einem dreistaatlichen universitären Netzwerk zwischen Basel in der Schweiz, Karlsruhe und Freiburg in Deutschland sowie Mulhouse in Frankreich. Sie gehört ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern der LERU, der Liga der europäischen Forschungs- Universitäten. Ihre herausragenden Leistungen in speziellen Bereichen der Molekular-Biologie, der Bio- Technologie, der Chemie, sowie der Material- und Raumfahrt-Physik tragen seit vielen Jahren zu ihrer hervorragenden internationalen Ausstrahlung bei.

univertiy

Als Zentrum für herausragende Leistungen und Innovationen konnte die Universität auch zahlreiche weitere Organisationen, Universitäten oder Institute von nationaler, internationaler und europäischer Bedeutung nach Straßburg bringen. Hier einige Beispiele:

> Die Internationale Weltraum-Universität (ISU):
Die 1987 gegründete Universität befand sich zu Anfang im Staat Massachusetts in den USA, bevor eine internationale Kommission 1994 ihren Sitz nach Straßburg verlegte. Die ISU bildet Studenten, zukünftige Fachleute dieses Bereichs, Astronauten und andere Experten in einer pluridisziplinären Kultur für Weltraumprojekte aus. Alle Kenntnisse der bestehenden Weltraumagenturen werden hier gebündelt. Diese einzigartige wissenschaftliche Erfahrung zieht Spezialisten aus der ganzen Welt an.

> Das Programm "Frontière Humaine" (HF SP): Diese Organisation wurde auf japanische Initiative hin von den G8- Staaten gegründet und befindet sich seit 1989 in Straßburg. Sie beschäftigt sich mit der Grundlagenforschung im Bereich der Mechanismen des Lebens und komplexer biologischer Systeme.

> Das Forschungsinstitut für Krebs im Verdauungsapparat (IRCAD): Seinen weltweiten Ruf verdankt dieses Instituts seinen Programmen der Grundlagen- und angewandten Forschung und seiner Ausbildung für neue Techniken in der Chirurgie. Diese außergewöhnliche Struktur auf einer Fläche von 8000 m², die 1994 gegründet wurde, ist jedes Jahr der Wirkungsort von 3.000 Chirurgen aus allen Fachbereichen.

> Die Nationale Verwaltungs-Hochschule (ENA): Diese Hochschule wurde 1945 gegründet und 1992 im Zuge der Dezentralisierung nach Straßburg verlagert, um hier die europäische und universitäre Dimension der Stadt auf höchster Ebene zu unterstreichen. In der ENA werden zukünftige Spitzenbeamte der französischen Verwaltung ausgebildet. Auch mehr als 100 Studenten aus anderen Ländern studieren an der ENA.